Montag, 12. September 2016

ZUM SEELENBAD NACH ILLERTISSEN

Frau war letzte Woche am Reisewerk und ein glücklicher (absichtlich herbeigeführter) "Zufall" wollte es, dass ich auf der Rückreise just an Illertissen vorbeikam. Wo ich schon letztes Jahr in der Staudengärtnerei Gaissmayer in Andacht versunken bin - und hier davon berichtet habe.

Sonntag, 11. September 2016

SALZ FÜR DIE SUPPE, LAVENDEL FÜR DIE NASE

Frau war in den letzten Tagen am Sommerhaltbarmachwerk. Die Aufforderung kam vorerst von milden Gaben aus mildem Klima: eine große Tasche Lavendelschnitt und einige Äste Rosmarin. Beides war dank des schönen Wetters inzwischen ziemlich trocken, was das Abzupfen erheblich erleichtert.


Samstag, 20. August 2016

LIEBESERKLÄRUNG AN SALZBURG

Frau war gestern erst zum zweiten Mal in diesem Sommer am Photographierwerk in der Stadt. Einige Male war es schon geplant, das Wetter jedoch hat immer Strichregen durch die Bildrechnung gemacht. 

Donnerstag, 18. August 2016

FLORALES SEELENBAD

Frau ist an der Auftaucharbeit. Der letzte Post, so habe ich gerade gesehen, hat Anfang März das Licht des Netzes erblickt und jetzt ist es Mitte August. Nicht, dass das die Welt auf meinen nächsten verbalen und visuellen Ergüsse gewartet hätte, aber...


Die dazwischen liegenden fünf Monate müssen erst noch verdaut werden - und ich verkneife mir gerade alle einschlägigen Metaphern.


Wenn man so flott aus dem eigenen Leben geschmissen wird, braucht es einen Anker und einen Ankerplatz, damit wieder Boden unter die Füße kommt. Und was ist das wohl bei mir? Richtig, der Garten.  Und den bringe ich jetzt vor Augen. Obwohl ich nur zwei Mal, nämlich im Juni und letzte Woche, mit der Kamera einen Gartengang gemacht habe. Hie und da das eine oder andere Handy-Bild, sonst nix.


Aber sei's drum. Ich mache heute, da der Aufenthalt im Freien beschränkt attraktiv scheint, einen virtuellen Gartenrundumschlag und schreibe mein Gartentagebuch nach dem Motto "Was bisher geschah". Und stelle - in Ermangelung passender Photos - meist vollkommen willkürlich Bilder dazu. 


Ja, der Garten. Er nimmt es mir kaum übel, dass ich ihn im Frühling im Stich gelassen habe; nichts geschnitten, nichts gejätet, nichts gedüngt. Die Gemüsepflanzerl wurden huschdiwusch ins Hochbeet gefpeffert, aus dem der ohne gärtnerische Unterstützung bereits im März üppig wuchernde Spinat in die eigenen und befreundeten Kochtöpfe weichen musste.


Der Garten motzt auch kaum über den - naja, sagen wir freundlicher Weise - zurückhaltenden Sommer, in dem ich diverse Male ein fröhliches "Ahoi" oder "Land unter" ins köstliche Nass schmetterte. Auch die Tatsache, dass ich seit letztem September des Baumschneiders harre, bei dem ich nun seit 11 Monaten zurückhaltenden Kontakt in wohldosiertem Telefonterror und ebensolchem Mailbombing pflege, zeigt sich fast ausschließlich in grenzenloser Üppigkeit des mich umgebenden Grüns. Was ich eh recht gern habe, sich aber zB auf die Energieausbeute der Solarzellen ziemlich reduzierend auswirkt.


Auch muss man den Garten inzwischen in demütig gebückter Haltung betreten und an Engstellen durchschreiten, aber das steht ihm ja zu. Wen das stört, hat das Lustwandeln darin nicht verdient.


Besonders positiv hat sich meine lange Gartenabstinenz auf den unseligen Topinambur ausgewirkt. Letztes Frühjahr habe ich in mühsamster Klein- und Schwerstarbeit im topinamburüberwucherten Beet alle Pflanzen, zwischen die er sich gemogelt hatte, herausgenommen, vorsichtigst die Erde mehr als zwei Spaten tief umgegraben und (wie ich glaubte) sämtliche Rhizome, ja jedes winzige Seitenwürzelchen entfernt. Mit dem Resultat, dass er in diesem Frühjahr prächtiger denn je aus der Erde schoss. Ich ließ in tränenden Auges schießen.


Aber dieses Frühjahr hatte ich, wie des öfteren erwähnt, keine Möglichkeit, um mir mein Kreuz mit Topinamburjäten zu ruinieren. Doch nach meiner diesjährigen Gartenrückkehr im Juni entfernte ich alles, was er inzwischen oberirdisch zustande gebracht hatte. Immer und immer wieder, so locker beim Vorbeigehen. Eine in Relation zur letztjährigen Prozedur direkt lachhafte Aktion - mit dem erstaunlichen Ergebnis, dass er, anscheinend wirklich total geschwächt, aufgegeben hat. Noch traue ich dem Frieden nicht ganz und habe in den besonders vertopinamburten Bereichen nichts direkt eingesetzt, sondern die für diese Stellen vorgesehenen Stauden in Töpfe gepflanzt und selbige auf den späteren Einsatz-, besser gesagt: Einsetzort gestellt.


Durch solch spätes, ausschließlich oberirdische Jäten habe ich auch die durch allerlei Getier inzwischen im ganzen Garten verstreute Winde halbwegs in den Griff bekommen. Sie wag zwar immer wieder Neuangriffe, aber sichtlich schwächer.


Gefreut über die lange Gartenruhe haben sich die Wühlmäuse, die feiern gerade in der Wiese fröhliche Urständ und werfen einen Haufen nach dem anderen auf. Da ich extrem bescheiden bin, beglückt mich diese Tatsache fast. Denn so wüten sie hoffentlich nicht in den Beeten oder an den Wurzeln der nächsten Bäume. Eine Weichsel, die dringend entfernt werden muss (gugu, lieber Baumschneider!), haben sie eh schon auf dem diesjährigen Gewissen. In ihre kahlen Äste ist eine im Frühling ebenfalls nicht gezähmte Eden Rose gekraxelt. Sie ist die unbeabsichtigte Vorturnerin für eine Rambler-Rose, die ich im Herbst, wenn der Baum passend in Form geschnitten ist (oder besser: sein sollte) setzen. Oder im Frühjahr, das verschafft der neckischen Baumschneider-Jagd noch ein paar zusätzliche Monate.


Die Vogelpopulation hat sich heuer extrem vergrößert. Insbesondere die Amseln haben heftigen Zuwachs bekommen und die Jungen sind so zahm, dass sie direkt neben dem Garten-Esstisch herumhupfen und zuschauen, was die von ihnen Geduldeten so treiben. Im Efeu am Haus zwitschert es fröhlich, aber da er so dicht ist, sind nur selten die Nester zu entdecken. Auch nicht (mehr) zu entdecken sind die Beeren des Hollers (dtdt: Holunders), die sind vor allem in den Bäuchen der Amseln gelandet.


Auch hat eine Horde Spatzen den Garten und seine vorzügliche Fruchtversorgung entdeckt. Sie kommen am frühen Nachmittag so richtig in Schwung und fetzen nach ausgiebigem Beerenmahl mit lautem Getöse zwischen Hecke und Bäumen hin und her. Ihnen zuzuschauen ist ein wahres Vergnügen. Dass sie aber den frisch gesetzten Radicchio und die Salate teils aus dem Hochbeet geworfen und teils zerhackt haben, war aber unnett. Eigenartiger Weise haben sie meinen Wink mit auf Steckerl aufgehängten Streifen Alufolie verstanden und lassen seither die Salate in Ruhe.


Im Frühjahr wurde ich von drei Enten überrascht, die in aller Seelensruhe auf der winzigen Froschlacke (dtdt: Pfütze) dahingeschaukelt sind. Die Frösche haben keinen Protest eingelegt, es war ein friedliches Miteinander. Als die Erpel dann den Garten nach einem geeigneten Brutplatz untersuchten und der Hund ihnen neugierig gefolgt ist, hat sich das Federvieh lautstark beschwert und ist abgezogen. Zogen einst drei wilde Enten...


Rotkehlchen, Kleiber und die verschiedenen in Hecke und Bäumen nistenden Meisensippen sind inzwischen wohlgenährt und lassen sich von den frechen Spatzen nicht vertreiben. Die Hausmaus, die zwischen den Töpfen auf der Terrasse zum olfaktorischen Vergnügen des Hundes residiert, fetzt immer eifriger zwischen dem Rosen- und den Gewürzbeeten herum. Heute Früh war sie besonders gschaftig, da hab ich sie mit dem Handy erwischt. Nach zahllosen Versuchen, bei denen bestenfalls ein brauner Wischer am Bild zu sehen ist. Was sind die doch rasant unterwegs, diese Mäuse! Falls Sie sie nicht entdecken: sie sitzt ziemlich zentral im Bild auf dem Rand des rechtens Zinkbehälters, links oberhalb des gelb-braunen Erdbeerblatts.


Von der Igelfamilie holt sich der Hund regelmäßig eine Abfuhr, die aber nicht mehr blutig verläuft wie bei den ersten Begegnungen. Auch der Hund lernt. Manchmal. Manches.


Oje, oje... Was ist dieser Beitrag doch elendslang geworden! Dabei hab ich noch gar nicht über die zahllosen Bienen, Schwebfliegen, Hornissen und anderes Geflügeltes geschrieben und von den Hortensien auch nicht. Na egal. Die sind eh auf den Bildern und meine Zuneigung zu ihnen lässt sich von den Photos ablesen.


Nun suche ich geradezu verzweifelt nach einem stimmigen Schluss dieses Gartenspaziergangsposts, um eventuell Mitschlendernde nicht zu heftig abzuschrecken. Das Wetter hat es mir leicht gemacht, denn die Sonne ist inzwischen rausgekommen und ich werde mich schleunigst ins Freie begeben, um sie  genießen zu können.


Gehaben Sie sich wohl, Sie hören möglicher Weise schon bald wieder was von mir. Zumindest Optisches könnte demnächst eintrudeln.


PS: übrigens ist es wieder aus mit dem strahlenden Sonnenschein. Ein massiver Gewitterregen hat die seit mindestens drei Stunden tobende Trockenperiode beendet.


PPS: Ich lasse sie aber jetzt trotzdem in Ruhe. Die haben sie sich redlich verdient, falls Sie mir wirklich durch das vergangene Gartenhalbjahr gefolgt sind.

Dienstag, 8. März 2016

BETRACHTUNG DER WEIBLICHEN TUGENDEN

Frau ist, das sonntagmorgendliche Schlechtwetter nutzend, am Gedankenwälzwerk. Mit trägem Hirn, das noch nicht wirklich erwacht ist. Für dieses Werk ein sogar willkommener Umstand, denn dann funktioniert die Zensur langsamer und der eine oder andere Gedanke, der sonst schon bei seinen zaghaften Entstehungsversuchen gnadenlos gestrichen würde, hat Chancen auf ein fruchtbares Leben in meiner Gedankenwelt.


Deshalb fische ich mir jetzt von den dort herumschwimmenden Einwohnern einen zur näheren Betrachtung heraus. Hui, das war ein ertragreicher Beutezug. In Netz meines Keschers ist ein ganzes Gedankenbündel hängengeblieben, das sich um das Frausein handelt. Naja, um den 8. März, dem Internationalen Frauentag herum kein Wunder. 

Donnerstag, 28. Januar 2016

BLÜHENDER SCHILDERWALD

Frau ist noch immer am Florenz-Erinnerungswerk. Natürlich könnte ich jetzt stundenlang von den alten Kulturgütern schwärmen, tu ich aber nicht. Ich wende mich dem Hier und Jetzt zu und im speziellen Fall den künstlerischen Interventionen von Clet Abraham.

BILDER IM KOPF

Frau war wieder einmal am Reisewerk. In Florenz, zum puren Vergnügen. Natürlich mit Kamera. Und jetzt ist Frau am Bildbearbeitungswerk und ertrinkt förmlich in den Wogen der über sie einstürzenden Photomassen.

Sonntag, 3. Januar 2016

VOM ZAUBER DER EINMALIGKEIT

Frau war am Spazierwerk, am Winterspazierwerk. Das "Kriterium des ersten Schnees" musste begangen werden. Nicht nur in Val-d’Isère und, wenn es denn schon Jänner ist, eben nicht nur im Dezember.

Sonntag, 27. Dezember 2015

EINE RUNDE WEIHNACHTSSACHE

Frau war wieder einmal am weihnachtlichen Kugelwerk. Alle Jahre wieder.


Dienstag, 15. Dezember 2015

DIE WAHRE GESCHICHTE DER VANILLEKIPFERL

Frau ist weiter ab und zu am Vorweihnachtswerk - und das ist gut so. Nicht hektisch sondern (meistens) entspannt und locker. Das wiederum hat seinen Grund: nichts Sinnloses, Vermeidbares macht sich im Werk breit. Das wiederum heißt, dass hier und da kleine Änderungen des Plans angebracht werden.

Samstag, 12. Dezember 2015

WEIHNACHTSBÄCKEREI RELOADED

Frau war ein bissl am Weihnachtsbäckereiwerk. Nach dem ersten, hundeprovozierten Flop waren Erfolgserlebnisse unumgänglich. Also Ärmel hoch und auf Bewährtes zurückgreifen.

Freitag, 11. Dezember 2015

KULTUREN DER ERINNERUNG

Frau ist am Wintergartengenusswerk. Obwohl alle Pflanzen über den Sommer wieder enorm gewachsen (um nicht zu sagen "ins Kraut geschossen") und dick und fett geworden sind, ist dieses Jahr erstaunlicher Weise mehr Raum in ihrem Winterquartier, das zugleich mein Lieblingsaufenthaltsraum ist.

Sonntag, 6. Dezember 2015

TIERISCHES KONFEKT

Frau ist - wie könnte es anders sein - im adventlichen Backwahn. Lebkuchen und Ministollen reifen wohl verwahrt vor sich hin, das Quittenkonfekt wird schon seit einiger Zeit verfüttert und heute wurde eine neue Ladung essfertig gemacht.

Mittwoch, 18. November 2015

KRAFT DER GEDANKENSTILLE

Frau ist am Atemholwerk. Zahllose Gedanken rasen durch den Kopf. Die Verdrängung all des Leids, das weltweit Menschen quält, funktioniert nicht mehr. So viel ist zu sagen, zu viel. Das macht hilflos und auch sprachlos. 

Mittwoch, 11. November 2015

FLEISCHLOS GUT: RICOTTA-PARMESAN-LAIBERL

Frau war weiter am Ricotta-Werk. Ricotta fatta in casa, Pseudoricotta. Köstlich und einfach herzustellen, wie im vorletzten Blogeintrag beschrieben. Entgegen meinem Vorhaben, sie diesmal mit Lab herzustellen, blieb ich meiner bisherigen Herstellungsmethode treu - unter anderem weil sie dann ruckzuck fertig ist. Daher konnte ich sie gleich fürs Abendessen im buchstäblichen Sinn verbraten. Angelehnt an ein Rezept von Jamie Oliver, das ich zumindest dem Namen nach austrifiziert und dessen Zutaten ich leicht variiert habe.

Montag, 2. November 2015

VORBEREITUNGEN IM GARTEN: DAS NÄCHSTE FRÜHJAHR KOMMT BESTIMMT

Frau ist noch immer am Gartenwerk. Mann natürlich auch. Sein Werk war in den letzten Tagen das Ausjäten und Auffüllen des Hochbeets mit eigenem Kompost. Gerade zu Allerheiligen kommen angesichts der Holzkiste eigenartige Assoziationen auf...

ALLES KÄSE? FRISCH UND KÖSTLICH!

Frau war am Käsewerk. Frischkäse, frisch und froh produziert. Und zwar Ricotta und schnittfesten Yoghurtfrischkäse.

Freitag, 30. Oktober 2015

KRÄUTERSALZ UND -ZUCKER TEIL 2

Frau ist am Fortsetzungswerk. Die in den letzten Wochen fabrizierten Salze und Zücker entzücken und erfreuen sich allgemein höchster Beliebtheit. Außerdem ermöglicht das milde Wetter, das noch keinen Frost gebracht hat, weitere Ernten.

Donnerstag, 29. Oktober 2015

KONSERVATORIUM: ZITRONENMELISSEN- UND INGWERSIRUP

Frau war weiter am Einmachwerk. Einerseits sollte zumindest ein Teil der noch aromatisch duftenden Zitronenmelisse sinnvoll verwertet werden, andererseits die eigenen Zitronen. Da lag die Herstellung von Sirup nahe.

Von einem lieben, kürzlich verstorbenen Freund bekam ich vor Jahren eine Flasche Ingwersirup. Und da dieser mir außerordentlich gut geschmeckt hat, auch das Rezept. Das habe ich herausgekramt und mich an die Fabrikation gemacht.

Dienstag, 13. Oktober 2015

KONSERVATORIUM: ALLYOUCANFIND-CHUTNEY

Frau war in den letzten Tagen auch am Schnippelwerk. Der alljährliche Chutneyfieberschub forderte seinen (diesmal scharfen) Tribut.


Über die Zusammensetzung von Chutneys und ihre Herstellung habe ich ja schon in den letzten Jahren öfters berichtet. Zum Beispiel über das Fabrizieren meines Hauschutney, das eigentlich eher ein Relish ist.